ImpressumDatenschutzKontakt
Aktuell
Das Museum
Dauerausstellung
Historische Abteilung
Herzogin Luise
Mia Münster
Zum Werk
Skulpturenstraße
Newsarchiv
Wechselausstellungen
Veranstaltungen
Fotogalerie
Archiv

Das Werk Mia Münsters

Bis zu ihrer endgültigen Niederlassung in St. Wendel im Jahre 1932 lebte Mia Münster vorwiegend in München und Berlin, wo sie ihren Lebensunterhalt mit ihrer „Gebrauchsgrafik“ verdiente. Diese Bezeichnung trifft aber für ihre Zeichnungen und Aquarellen nur eingeschränkt zu. Die meisten Werke, die erhalten geblieben sind, stammen aus dem Berliner Aufenthalt, zwischen 1928 und 1932. Es sind Modezeichnungen, Entwürfe und Zeichnungen für Unterhaltungsmagazine und satirische Blätter wie „Ulk“, „Die Dame“ oder „Simplicissimus“ (unter die oft Witze passen mussten), Aquarelle mit Entwürfen für exotische Kostüme, die wohl zu bestimmten Festen oder Feiern gedacht waren. Es war sicher schwer, sich mit „Gebrauchsgrafik“ in einer so turbulenten Zeit durchschlagen zu müssen. Die vorherrschende Stimmung der „wilden Zwanziger“ war eine zwiespältige. Einerseits, als Reaktion auf den I. Weltkrieg, war sie ausgelassen, feierfreudig und glanzvoll, gleichzeitig aber – vor allem gegen Ende – auch von Unsicherheit, Elend und Drohung geprägt. Die Stimmung dieser Zeit hat Mia Münster meisterhaft in zahlreiche Skizzen, Zeichnungen und Aquarellen festgehalten. Sie bilden einen Höhepunkt im Schaffen der Künstlerin.

Nachdem Mia Münster 1932 nach St. Wendel gezogen war, verlagerte sich der Schwerpunkt ihrer Arbeit von der Gebrauchsgrafik zur Malerei. Die sog. „Lothringer Bilder“, bilden einen weiteren Höhepunkt in ihrem Schaffen.

Während der 50er Jahre findet eine zunehmende Abstraktion in ihren Bildern statt. Sie experimentierte mit der Formensprache verschiedener zeitgenössischen Kunstrichtungen. So sind einige Bilder von einer Auseinandersetzung mit dem Kubismus geprägt.

Ab 1960 entdeckte sie für sich die Technik der Monotypie (= ein grafisches Verfahren, bei dem von einer bemalten Glasplatte ein einziger Bilddruck gemacht wird). Hier entwickelte sie noch einmal ihren ganz persönlichen Stil. Obwohl die Bilder manchmal sehr abstrakt wirken, besteht immer noch eine Verbindung zu der sichtbaren Welt.

 

Mia Münster: Dorf in Lothringen, Aquarell,

Mia Münster, Modezeichnung (Aquarell)