Eröffnung am Freitag, 20/05/2022, 18:30 Uhr

Es sprechen: Friederike Steitz (Leiterin des Museums St. Wendel) und Iris Hasler (Kunsthistorikerin, Frankfurt/M.)

Ausstellungsdauer: 20/05 – 07/08/22

Werden und Vergehen, Wechsel von Aggregatzuständen, Bewegung und Erstarrung, Ganzheit und Fragment und damit einhergehend zeitliche Ausdehnung und Augenblick – das sind Prozesse, die sich in den Arbeiten der Bildhauerin Emilia Neumann niederschlagen und wesentlich für ihre künstlerische Praxis sind. Sie schafft Skulpturen, indem sie vorgefundene Teile und Gegenstände bearbeitet, abformt und diese dann anschließend mit Gips oder Beton ausgießt. Die Skulpturen wirken zugleich seltsam vertraut und fremd. In der farbigen Oberflächenbehandlung zeigen sich sowohl Risse, Unebenheiten aber auch glänzend polierte Stellen, die eine ehemals vorhandene Unversehrtheit suggerieren.
Der mit dem Ausstellungstitel hergestellte Bezug zu erdgeschichtlichen Formationen und Entstehungsprozessen zeigt sich auch in den farblich nuancierten, poetisch verdichteten Papierarbeiten.

Die 1985 geborene Künstlerin hat an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und an der Facultad de Bellas Artes Alonso Cano, Granada, studiert. Sie ist Preisträgerin der Stiftung Kunstfonds, der Frankfurter Künstlerhilfe und des Wilhelm-Zimolong-Förderpreises. Werke von ihr befinden sich in der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland, im öffentlichen Raum u.a. von Köln und im Gebäude des Bundesrats in Berlin oder in der Stadt Ulm als Kunst am Bau.

Öffentliche Führungen jeweils sonntags, 15 Uhr: 12/06, 26/06, 10/07, 31/07

Künstlerinnengespräch mit Emilia Neumann: Donnerstag, 23/06/2022, 18 Uhr