Mitwoch, 10. Juni 2026, 18 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung „Kunst & Kommerz – Mode im Zeitgeist von 1925–1935“ stellte der Kulturhistoriker und Kurator Wolfgang Knapp am Mittwoch, 10. Juni, um 18 Uhr im Museum St. Wendel sein neues Buch „Schaufensterfiguren 1850–1950. Modelle – Hersteller – Marken“ vor.
Mit seiner Publikation legte Wolfgang Knapp die erste umfassende Veröffentlichung dieser Art in Deutschland vor. Das Werk verbindet einen ästhetisch anspruchsvollen Bildteil mit wissenschaftlichen Analysen und präsentiert zeittypische Figuren und Archivalien der bedeutendsten deutschen und französischen Hersteller von 1850 bis 1950 sowie Objekte und Dokumente aus noch älteren Epochen.
Historische Schaufensterfiguren sind faszinierende Zeugnisse des Zeitgeists an der Schnittstelle von Kunst, Handwerk und Industrie. In ihnen bündeln sich Schönheitsideale, Modeströmungen und Werbestrategien. Längst haben Museen, der Kunsthandel und Sammler den kulturhistorischen Wert und die ästhetische Ausstrahlung dieser Objekte entdeckt.
Der Schwerpunkt des Buches liegt auf den 1920er- und 1930er-Jahren, einer Blütezeit der Schaufensterkunst, in der Künstler wie Rudolf Belling, Karl Schenker, Paul Scheurich und Gerhard Schliepstein ikonische Modelle schufen.
Wolfgang Knapp hat über viele Jahre eine international ausgerichtete Sammlung historischer Schaufensterfiguren sowie ein umfangreiches Archiv zur Geschichte der Schaufensterkunst aufgebaut. Seine Sammlung zählt zu den wenigen spezialisierten Kollektionen dieser Art. Exponate daraus waren bereits in renommierten Museen im In- und Ausland zu sehen.
Im Museum St. Wendel traten ausgewählte Exponate dieser Sammlung in einen direkten Dialog mit den Modezeichnungen der St. Wendeler Künstlerin Mia Münster, die in den 1920er- und 1930er-Jahren entstanden sind – jener Blütezeit der Schaufensterfiguren.
Die Publikation gilt als unverzichtbares Standardwerk für alle, die sich für Modegeschichte, Design, Kunstgewerbe und die Kultur der Warenpräsentation begeistern.
Im Anschluss an die Buchvorstellung bestand die Möglichkeit zum Austausch mit dem Autor.


