Von Menschen und Räumen
Serielle Fotografie aus dem PixxelCult-Archiv
Dauer der Ausstellung: 28. Januar bis 27. März 2022
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der zum Preis von 8 Euro erhältlich ist.
Zur Ausstellung:
Das Museum St. Wendel zeigte Arbeiten von acht Fotograf*innen, die sich auf unterschiedliche Weise der Darstellung des Menschen und seiner räumlichen und sozialen Umgebung annäherten.
Der Brüsseler Fotograf Vincen Beeckman begleitete über einen langen Zeitraum mit alltagsnahen Aufnahmen das Leben einer Familie in der belgischen Wallonie. Lilli Breininger kombinierte eigene Fotos mit alten Fotos ihrer deutschen und philippinischen Familie und reflektierte damit „die Frage nach der Herkunft“ aus ganz persönlicher Perspektive.
In den Schwarz-Weiß-Bildern der Serie „Lothringen“ beschäftigte sich Rosemarie Dalbert mit den Menschen, der Landschaft und den Relikten der Montanindustrie. Die eindringlichen Porträtaufnahmen Dominique Ferveurs erzählten von einer Gruppe von Aussteigern, die sich auf dem Gelände einer ehemaligen Sandgrube südlich von Metz dauerhaft eingerichtet hatte.
Sylvie Guillaumes Serie „Restes à venir“ befragte mit ihren ausschnitthaften Aufnahmen an Orten ihrer Kindheit das Verhältnis von Erinnerung und Gegenwart. Thomas Roessler dokumentierte in detailreichen und zugleich ruhigen Bildern die Veränderungen in seinem unmittelbaren Umfeld während der ersten Monate der Corona-Pandemie.
Die von Jutta Schmidt mit der Lochkamera aufgenommenen Fotos des Freibads an einem verregneten Sommertag zeigten die Stille und Atmosphäre, die von menschenleeren Orten ausgingen. Mit den Bildern der Serie „Der Rest vom Leben“ begab sich Mechthild Schneider in leerstehenden Häusern auf Spurensuche, indem sie die übrig gebliebenen Gegenstände der einstigen Bewohner festhielt.
Die Serien waren Teil des digitalen Bildarchivs des Vereins PixxelCult e.V., der in der Großregion (Luxemburg, Lothringen, Rheinland-Pfalz, belgische Wallonie) entstandene künstlerisch anspruchsvolle Fotografie im dokumentarischen Stil sammelte und im Internet öffentlich zugänglich machte.
Das Museum St. Wendel hatte acht Serien ausgewählt, um sie im realen Ausstellungsraum gemeinsam zur Anschauung zu bringen.
Begleitprogramm:
Mit Bildern erzählen
Ein Foto-Workshop in zwei Teilen unter der Leitung von Lilli Breininger
Samstag, 5. März und 12. März 2022
jeweils 14 – 18 Uhr, Museum St. Wendel
Im Rahmen der Ausstellung „Von Menschen und Räumen – Serielle Fotografie aus dem PixxelCult-Archiv“ bot das Museum St. Wendel einen kostenlosen Workshop für Interessierte ab 16 Jahren an. Der erste Teil des Workshops diente dazu, die Fotografie als Handwerk kennenzulernen: mit verschiedenen Lichtverhältnissen, Ausschnitten und Winkeln zu spielen. Ebenso wurde in dem Workshop erforscht, wie mit Bildern eine Geschichte entstehen konnte und welcher Stil zu welchem Thema passte.
Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit dem Thema Selbstporträt im weitesten Sinne: Wie möchte ich wahrgenommen werden? Was möchte ich zeigen? Was nicht? Welche Möglichkeiten gibt es, und welche Stimmung will ich vermitteln?
Zwischen den zwei Workshopterminen lag eine Woche, in der die Teilnehmer*innen selbst Bilder machten. Eine Geschichte konnte aus drei oder aus über zwanzig Bildern bestehen. Die Fotografie wurde als Werkzeug genutzt, um das auszudrücken, was die Teilnehmenden beschäftigte.
Im zweiten Teil des Workshops ging es um das „Storytelling“: Wie erzähle ich mit meinen Bildern eine Geschichte? Die Gruppe schaute sich die entstandenen Bilder gemeinsam an und kombinierte sie in Form einer Bildserie zu einer Erzählung.
Die Workshopleiterin, Lilli Breininger, war eine der acht Fotograf*innen, die zu dieser Zeit im Museum St. Wendel ausstellten. Sie lebt und arbeitet als freiberufliche Fotografin in Saarbrücken.
Die Teilnehmerzahl war auf 10 Personen begrenzt. Mitzubringen war lediglich ein Smartphone oder ein anderes Gerät mit Fotofunktion.
Öffentliche Führungen
Sonntag, 27. Februar und 13. März 2022, 15 Uhr
Eintritt frei.
Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.


